Allergischer Schnupfen (Heuschnupfen)
Allergische Entzündung der Nasenschleimhaut mit Niesen, Fließschnupfen und juckenden Augen.
Definition

Der allergische Schnupfen ist eine allergisch bedingte Entzündung der Nasenschleimhaut, ausgelöst durch Allergene wie Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare. Typisch sind anfallsartiges Niesen, wässriger Fließschnupfen, eine verstopfte, juckende Nase und oft juckende, tränende Augen. Er kann saisonal (Heuschnupfen) oder ganzjährig auftreten und die Lebensqualität sowie den Schlaf beeinträchtigen.
Behandlung
1Schulmedizinische Behandlung
Diagnose
Die Diagnose stützt sich auf die Beschwerden und den zeitlichen Zusammenhang mit Auslösern, ergänzt durch Allergietests (Hauttest oder spezifische Antikörper im Blut). So lassen sich die auslösenden Allergene bestimmen.
Behandlung
Grundlage ist die Allergenvermeidung, soweit möglich. Medikamentös helfen Antihistaminika (als Tabletten oder Nasenspray) und kortisonhaltige Nasensprays. Bei geeigneten Fällen kann eine Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) die Ursache langfristig behandeln.
2Naturheilkundliche Behandlung
Alltag & Linderung
- Nasenspülungen mit Salzwasser können Allergene ausspülen und die Nase befeuchten.
- Pollenschutz: abends lüften, Haare waschen, Pollengitter, Wäsche nicht draußen trocknen.
- Bei Hausstaubmilben helfen milbendichte Bezüge und regelmäßiges Reinigen.
- Pflanzliche Mittel sind ärztlich zu prüfen und ersetzen bei starken Beschwerden nicht die medikamentöse Behandlung.

3TCM-Kräutertherapie
In der TCM wird der allergische Schnupfen oft einem Mangel des Abwehr-Qi mit Beteiligung von Lunge, Milz und Niere zugeordnet. Akupunktur und individuelle Kräuter können begleitend eingesetzt werden, ersetzen aber nicht die Allergenvermeidung und bewährte Behandlung.
4Ayurvedische Behandlung
Ayurvedische Begleitmaßnahmen umfassen Nasenpflege, eine ausgewogene Ernährung und geregelte Routinen zur Stärkung der Abwehr. Kräuterpräparate sind ärztlich zu prüfen und ergänzen die Behandlung nur.
5Physiotherapeutische Behandlung
Atemübungen und eine gute Nasenhygiene können das Durchatmen erleichtern. Regelmäßige Bewegung stärkt das allgemeine Wohlbefinden; an Tagen mit hoher Pollenbelastung wird intensives Training im Freien besser gemieden.
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.