Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose)
Übermäßige Eisenaufnahme und -einlagerung mit Schäden an Leber, Herz und Gelenken.
Definition

Bei der Hämochromatose nimmt der Körper zu viel Eisen aus der Nahrung auf und lagert es in Organen ein. Über Jahre können Leber, Herz, Bauchspeicheldrüse, Gelenke und Hormondrüsen geschädigt werden. Typisch sind Müdigkeit, Gelenkbeschwerden, eine bräunliche Hautfärbung, Diabetes und Leberveränderungen. Die häufigste Form ist erblich.
Behandlung
1Schulmedizinische Behandlung
Diagnose
Auffällig sind erhöhte Eisenwerte, insbesondere eine hohe Transferrinsättigung und ein erhöhtes Ferritin. Die erbliche Form wird durch einen Gentest gesichert; Organbeteiligungen werden gezielt untersucht (z. B. Leber, Herz, Blutzucker).
Behandlung
Die wichtigste Behandlung ist der regelmäßige Aderlass, der überschüssiges Eisen abbaut; alternativ können Medikamente zur Eisenbindung eingesetzt werden. Eisen- und stark vitamin-C-reiche Nahrungsergänzungen sowie Alkohol werden gemieden. Früh behandelt, ist die Prognose meist gut.
2Naturheilkundliche Behandlung
Wichtig sind der Verzicht auf Eisenpräparate und hochdosiertes Vitamin C, ein zurückhaltender Alkoholkonsum und eine ausgewogene Ernährung. Schwarzer Tee zu den Mahlzeiten kann die Eisenaufnahme etwas senken. Nahrungsergänzungen sind ärztlich abzustimmen.

3TCM-Kräutertherapie
Für die Eisenüberladung gibt es in der TCM kein direktes Gegenstück; begleitende Verfahren können das Wohlbefinden fördern und Beschwerden lindern, ersetzen aber nicht den Aderlass und die ärztliche Behandlung.
4Ayurvedische Behandlung
Ayurvedische Begleitung betont eine ausgewogene Ernährung, Alkoholkarenz und geregelte Routinen. Eisenhaltige oder blutbildungsfördernde Präparate sind zu meiden und alle Mittel ärztlich zu prüfen.
5Physiotherapeutische Behandlung
Regelmäßige, gelenkschonende Bewegung unterstützt das Wohlbefinden. Bei Gelenkbeschwerden helfen gezielte Kräftigungs- und Mobilisationsübungen, Beweglichkeit und Funktion zu erhalten.
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.