ICD-10 · D84.1

Hereditäres Angioödem

Erbliche Erkrankung mit wiederkehrenden Schwellungen – nicht allergisch bedingt.

Definition

Hereditäres Angioödem
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Das hereditäre Angioödem ist eine seltene, erbliche Erkrankung mit wiederkehrenden, anfallsartigen Schwellungen der Haut und Schleimhäute – etwa an Gesicht, Gliedmaßen, im Bauchraum (mit Schmerzen) oder im Hals. Ursache ist meist ein Mangel oder eine Fehlfunktion des C1-Esterase-Inhibitors. Wichtig: Diese Schwellungen sind nicht allergisch bedingt und sprechen nicht auf Antihistaminika oder Kortison an.

Notfall: Eine Schwellung im Hals- oder Kehlkopfbereich kann die Atemwege verlegen und ist lebensbedrohlich – sofort den Notruf 112 rufen und das verordnete Akutmedikament anwenden.

Behandlung

1Schulmedizinische Behandlung

Diagnose

Die Diagnose stützt sich auf die Vorgeschichte, die Familienanamnese und spezielle Bluttests (C1-Esterase-Inhibitor und Komplementfaktor C4). Die Betreuung erfolgt in spezialisierten Zentren.

Behandlung

Es stehen spezifische Medikamente zur Verfügung: zur Behandlung akuter Attacken (z. B. C1-Inhibitor-Konzentrat oder Bradykinin-gerichtete Wirkstoffe) und zur Vorbeugung häufiger Attacken. Auslöser wie bestimmte Medikamente werden gemieden; ein Notfallplan ist wichtig.

2Naturheilkundliche Behandlung

Naturheilkundliche Verfahren können diese Erkrankung nicht behandeln. Sinnvoll sind das Erkennen und Meiden individueller Auslöser, Stressbewältigung und eine gute Vorbereitung mit Notfallmedikation. Präparate sind ärztlich abzustimmen.

Hereditäres Angioödem
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3TCM-Kräutertherapie

Begleitende TCM-Verfahren können bestenfalls das allgemeine Wohlbefinden und die Stressregulation unterstützen. Sie ersetzen nicht die spezifische Akut- und Vorbeugebehandlung und die Notfallversorgung.

4Ayurvedische Behandlung

Ayurvedische Begleitung kann sich auf Stressreduktion und geregelte Routinen beschränken. Kräuterpräparate sind ärztlich zu prüfen und ersetzen nicht die verordnete Behandlung.

5Physiotherapeutische Behandlung

Physiotherapie hat keine ursächliche Rolle. Entspannungs- und Atemübungen können bei der Stressbewältigung helfen, da Stress Attacken begünstigen kann. Bewegung wird an das individuelle Befinden angepasst.

Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.