Kurzsichtigkeit (Myopie)
Fehlsichtigkeit mit unscharfem Fernsehen bei klarem Nahsehen.
Definition

Bei der Kurzsichtigkeit wird das einfallende Licht vor statt genau auf der Netzhaut gebündelt, meist weil der Augapfel zu lang ist. Entfernte Objekte erscheinen unscharf, während in der Nähe klar gesehen wird. Die Myopie beginnt häufig im Schul- oder Jugendalter und kann bis ins junge Erwachsenenalter zunehmen. Sehr starke Kurzsichtigkeit erhöht das Risiko für bestimmte Augenerkrankungen.
Behandlung
1Schulmedizinische Behandlung
Abklärung & Korrektur
Ein Sehtest bestimmt die Stärke. Korrigiert wird mit Brille oder Kontaktlinsen; im Erwachsenenalter sind bei stabiler Fehlsichtigkeit auch refraktive Verfahren (z. B. Laser) möglich. Regelmäßige augenärztliche Kontrollen sind besonders bei hoher Myopie wichtig, um die Netzhaut zu überwachen.
Fortschreiten bei Kindern
Bei Kindern kann das Fortschreiten durch viel Tageslicht und Aufenthalt im Freien sowie spezielle Maßnahmen (z. B. bestimmte Tropfen oder Speziallinsen nach augenärztlicher Empfehlung) verlangsamt werden.
2Naturheilkundliche Behandlung
Augenfreundlicher Alltag
- Regelmäßiger Aufenthalt im Freien und Tageslicht sind vor allem bei Kindern günstig.
- Ausreichende Sehpausen bei Naharbeit entlasten die Augen.
- Gute Beleuchtung und angemessener Leseabstand unterstützen den Alltag.
- Augenübungen können eine Kurzsichtigkeit nicht heilen; eine passende Korrektur bleibt notwendig.

3TCM-Kräutertherapie
In der TCM wird Kurzsichtigkeit häufig mit einer Schwäche von Leber-Blut und Nieren-Essenz in Verbindung gebracht. Begleitende Maßnahmen zielen auf das Wohlbefinden und ersetzen die optische Korrektur nicht.
4Ayurvedische Behandlung
Ayurvedische Begleitung betont Augenschonung, Pausen bei Naharbeit und eine ausgewogene Ernährung. Kräuter- und Ölanwendungen sind ärztlich zu prüfen und ersetzen Brille oder Kontaktlinsen nicht.
5Physiotherapeutische Behandlung
Physiotherapie und Augenübungen korrigieren die Kurzsichtigkeit nicht. Unterstützend gegen Augenbelastung wirken die 20-20-20-Regel, ausreichende Pausen, Aufenthalt im Freien, gute Beleuchtung und eine entspannte Nacken- und Schulterhaltung am Arbeitsplatz.
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.