Angina pectoris
Anfallsartige Brustenge durch vorübergehende Minderdurchblutung des Herzmuskels.
Definition

Angina pectoris bezeichnet anfallsartige Schmerzen, Druck oder Enge in der Brust, die durch eine vorübergehende Minderdurchblutung des Herzmuskels entstehen – meist bei körperlicher Anstrengung oder Aufregung und mit Besserung in Ruhe. Sie ist ein Warnzeichen einer koronaren Herzkrankheit.
Behandlung
1Schulmedizinische Behandlung
Abklärung & stabile Angina
Die Abklärung entspricht der koronaren Herzkrankheit (EKG, Belastungstests, Bildgebung). Bei stabiler Angina werden Medikamente eingesetzt, die den Herzmuskel entlasten und Anfälle lindern (z. B. Nitrate, Betablocker, Kalziumkanalblocker) sowie das Risiko senken (Thrombozytenhemmer, Statine).
Wichtig: Neu auftretende, zunehmende oder in Ruhe bestehende Beschwerden (instabile Angina) sind ein Notfall und erfordern sofort den Notruf 112.
2Naturheilkundliche Behandlung
Herzgesunde Ernährung, Rauchverzicht, Gewichtsmanagement, Stressbewältigung und regelmäßige, angepasste Bewegung unterstützen die Behandlung. Ergänzende Präparate sind ärztlich zu prüfen.

3TCM-Kräutertherapie
Brustenge wird traditionell mit Blut-Stase oder Qi-Mangel in Verbindung gebracht; Akupunktur und Kräuter kommen nur ergänzend und unter qualifizierter Aufsicht infrage.
4Ayurvedische Behandlung
Ayurvedische Begleitung betont Stressreduktion, herzfreundliche Ernährung und geregelte Routinen. Kräuterpräparate sind ärztlich auf Wechselwirkungen zu prüfen.
5Physiotherapeutische Behandlung
Ein ärztlich begleitetes, an die Beschwerdeschwelle angepasstes Ausdauertraining verbessert die Belastbarkeit. Anstrengungen, die regelmäßig Beschwerden auslösen, werden gemeinsam mit dem Behandlungsteam angepasst.
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.