Vorhofflimmern
Unregelmäßiger, oft schneller Herzschlag mit erhöhtem Schlaganfallrisiko.
Definition

Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung. Die Herzvorhöfe schlagen ungeordnet und schnell, wodurch der Puls unregelmäßig wird. Mögliche Beschwerden sind Herzstolpern, Herzrasen, Leistungsminderung, Schwindel oder Luftnot; manche Betroffene bemerken es nicht. Wichtig ist das erhöhte Risiko für Blutgerinnsel und Schlaganfall.
Behandlung
1Schulmedizinische Behandlung
Diagnose & Schlaganfallschutz
Die Diagnose erfolgt per EKG, oft ergänzt durch ein Langzeit-EKG. Anhand des individuellen Risikos wird geprüft, ob eine blutverdünnende Behandlung zum Schlaganfallschutz nötig ist.
Rhythmus- & Frequenzkontrolle
Je nach Beschwerden und Befund wird der Puls verlangsamt (Frequenzkontrolle, z. B. Betablocker) oder ein regelmäßiger Rhythmus angestrebt (Rhythmuskontrolle, z. B. Medikamente oder eine Katheterablation). Auslöser und Begleiterkrankungen werden mitbehandelt.
2Naturheilkundliche Behandlung
Maßvoller bis kein Alkohol, ausreichender Schlaf, Stressbewältigung, Gewichtsmanagement und die Behandlung von Bluthochdruck oder Schlafapnoe können Episoden verringern. Pflanzliche und koffeinhaltige Mittel sind ärztlich zu prüfen.

3TCM-Kräutertherapie
Herzstolpern wird traditionell Mustern wie Herz-Qi- oder Herz-Yin-Mangel zugeordnet. Akupunktur und Kräuter kommen nur ergänzend und unter qualifizierter Aufsicht infrage und ersetzen den Schlaganfallschutz nicht.
4Ayurvedische Behandlung
Ayurvedische Begleitung betont Stressreduktion durch Yoga und Atemübungen, geregelte Routinen und eine ausgewogene Ernährung. Kräuterpräparate sind wegen möglicher Wechselwirkungen (u. a. mit Blutverdünnern) ärztlich zu prüfen.
5Physiotherapeutische Behandlung
Regelmäßige, moderate Ausdauerbewegung unterstützt die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Sehr intensive Ausdauerbelastungen können bei manchen Menschen Episoden begünstigen; die passende Dosierung wird individuell abgestimmt.
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.