Chronische Herzinsuffizienz
Nachlassende Pumpleistung des Herzens mit Luftnot, Müdigkeit und Wassereinlagerungen.
Definition

Bei der chronischen Herzinsuffizienz kann das Herz den Körper nicht mehr ausreichend mit Blut versorgen. Typisch sind Luftnot – zunächst bei Belastung, später auch in Ruhe –, Müdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit und Wassereinlagerungen, etwa in den Beinen. Ursachen sind u. a. koronare Herzkrankheit, Bluthochdruck und Herzklappen- oder Herzmuskelerkrankungen.
Behandlung
1Schulmedizinische Behandlung
Diagnose
Die Abklärung umfasst körperliche Untersuchung, EKG, Herzultraschall, Labor (u. a. natriuretische Peptide) und die Suche nach der zugrunde liegenden Ursache.
Behandlung
Die medikamentöse Therapie folgt etablierten Bausteinen (z. B. ACE-Hemmer/AT1-Blocker bzw. ARNI, Betablocker, Mineralokortikoid-Antagonisten, SGLT2-Hemmer), ergänzt durch Diuretika gegen Wassereinlagerungen. Wichtig sind Gewichtskontrolle, angepasste Salz- und Trinkmenge sowie die Behandlung der Ursache; in ausgewählten Fällen kommen Geräte- oder weitere Therapien infrage.
2Naturheilkundliche Behandlung
Angepasste Salz- und Trinkmenge, tägliche Gewichtskontrolle, ausgewogene Ernährung, Rauchverzicht und maßvoller Alkoholkonsum unterstützen die Behandlung. Pflanzliche Mittel sind besonders sorgfältig ärztlich zu prüfen, da Wechselwirkungen (z. B. mit Diuretika) bedeutsam sein können.

3TCM-Kräutertherapie
Traditionell werden Erschöpfung und Wassereinlagerung Mustern wie Herz- und Nieren-Yang-Mangel zugeordnet. TCM-Verfahren kommen ausschließlich begleitend und unter qualifizierter Aufsicht infrage.
4Ayurvedische Behandlung
Ayurvedische Begleitmaßnahmen umfassen eine leicht verdauliche, salzbewusste Ernährung, geregelte Routinen und sanfte Bewegung. Kräuterpräparate sind wegen möglicher Wechselwirkungen ärztlich zu prüfen.
5Physiotherapeutische Behandlung
Ein individuell dosiertes, ärztlich begleitetes Bewegungsprogramm – etwa im Rahmen einer Herzinsuffizienz-Rehabilitation – kann Belastbarkeit und Lebensqualität verbessern. Übungsintensität und -umfang werden sorgfältig an die aktuelle Herzfunktion angepasst.
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.