Periphere arterielle Verschlusskrankheit
Verengte Beinarterien mit belastungsabhängigen Schmerzen (Schaufensterkrankheit).
Definition

Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit sind meist die Beinarterien durch Arteriosklerose verengt. Typisch sind belastungsabhängige Schmerzen in Waden oder Oberschenkeln, die zum Stehenbleiben zwingen (Schaufensterkrankheit); in fortgeschrittenen Stadien treten Ruheschmerzen oder schlecht heilende Wunden auf.
Behandlung
1Schulmedizinische Behandlung
Diagnose
Zur Abklärung dienen die Messung des Knöchel-Arm-Index, Ultraschall der Gefäße und die Erfassung der Risikofaktoren. Da es sich um eine systemische Arteriosklerose handelt, werden auch Herz und Hirngefäße berücksichtigt.
Behandlung
Grundpfeiler sind striktes Rauchverzicht, Gehtraining, Thrombozytenhemmer und Statine sowie die Behandlung von Blutdruck und Blutzucker. Bei starker Einschränkung oder kritischer Durchblutung kommen Aufdehnung, Stent oder Bypass infrage.
2Naturheilkundliche Behandlung
Rauchverzicht ist die wichtigste Einzelmaßnahme. Herzgesunde Ernährung, Gewichtsmanagement und sorgfältige Fußpflege unterstützen die Behandlung. Ergänzende Mittel sind ärztlich zu prüfen.

3TCM-Kräutertherapie
Durchblutungsstörungen werden traditionell mit Blut-Stase in Verbindung gebracht. Akupunktur und Kräuter kommen nur ergänzend und unter qualifizierter Aufsicht infrage.
4Ayurvedische Behandlung
Ayurvedische Begleitung betont Bewegung, eine gefäßfreundliche Ernährung und geregelte Routinen. Kräuterpräparate sind ärztlich auf Wechselwirkungen zu prüfen.
5Physiotherapeutische Behandlung
Strukturiertes Gehtraining ist eine zentrale Behandlung: regelmäßiges Gehen bis nahe an die Schmerzgrenze, mit Pausen, verbessert die Gehstrecke und fördert Umgehungskreisläufe. Fußgymnastik und angepasste Bewegung ergänzen das Programm.
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.