ICD-10 · A60.0

Genitalherpes

Sexuell übertragbare, wiederkehrende Herpesinfektion im Genitalbereich; gut mit antiviralen Mitteln behandelbar.

Definition

Genitalherpes
KI-generiert

Genitalherpes ist eine durch Herpes-simplex-Viren verursachte, sexuell übertragbare Infektion. Typisch sind schmerzhafte Bläschen und kleine Wunden im Genital- oder Analbereich, oft begleitet von Brennen und Juckreiz. Nach der ersten Ansteckung verbleibt das Virus im Körper und kann wiederkehren, meist in milderer Form.

Behandlung

1Schulmedizinische Behandlung

Behandlung

Antivirale Medikamente lindern die Beschwerden, verkürzen Ausbrüche und können bei häufigen Rückfällen vorbeugend eingesetzt werden. Antibiotika wirken nicht. Eine ärztliche Beratung – insbesondere in der Schwangerschaft – ist wichtig, da eine Übertragung auf das Neugeborene vermieden werden muss.

Prävention & Partner

Kondome verringern das Übertragungsrisiko, schützen aber nicht vollständig. Während eines Ausbruchs ist die Ansteckungsgefahr am größten. Eine offene, wertfreie Information von Partnerinnen und Partnern und deren Beratung sind sinnvoll.

2Naturheilkundliche Behandlung

Begleitend können kühlende, pflegende Maßnahmen, lockere Kleidung, ausreichend Schlaf und Stressbewältigung Beschwerden lindern und Auslöser mindern. Pflanzliche Mittel sind ärztlich abzustimmen und ersetzen die antivirale Behandlung nicht.

3TCM-Kräutertherapie

In der TCM werden wiederkehrende genitale Bläschen häufig als Feuchtigkeit-Hitze im unteren Erwärmer gedeutet. Akupunktur und Kräuter kommen begleitend und unter qualifizierter Aufsicht infrage und ersetzen die antivirale Therapie nicht.

4Ayurvedische Behandlung

Ayurvedische Begleitung setzt auf Stressreduktion, kühlende Maßnahmen und eine ausgewogene Ernährung. Kräuterpräparate sind ärztlich zu prüfen.

5Physiotherapeutische Behandlung

Physiotherapie behandelt die Infektion nicht. Allgemein förderlich sind regelmäßige Bewegung, guter Schlaf und Stressbewältigung, die das Immunsystem unterstützen und Auslöser für neue Ausbrüche verringern können.

Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.