Pfeiffersches Drüsenfieber (Mononukleose)
Durch das Epstein-Barr-Virus ausgelöste Infektion mit Halsschmerzen, Fieber und Lymphknotenschwellung.
Definition

Das Pfeiffersche Drüsenfieber ist eine meist durch das Epstein-Barr-Virus verursachte Infektion, die häufig Jugendliche und junge Erwachsene betrifft. Typisch sind ausgeprägte Halsschmerzen mit belegten Mandeln, Fieber, geschwollene Lymphknoten und eine oft wochenlang anhaltende Müdigkeit. Die Übertragung erfolgt vor allem über Speichel.
Behandlung
1Schulmedizinische Behandlung
Diagnose & Behandlung
Die Diagnose stützt sich auf das Beschwerdebild und eine Blutuntersuchung. Eine ursächliche Therapie gibt es nicht; behandelt wird unterstützend mit Ruhe, Flüssigkeit sowie Schmerz- und Fiebermitteln. Antibiotika sind wirkungslos und können sogar einen Hautausschlag auslösen; sie sind nur bei einer nachgewiesenen zusätzlichen bakteriellen Infektion sinnvoll.
Wichtiger Hinweis zur Milz
Da die Milz anschwellen kann, sollten Kontaktsportarten und schweres Heben für einige Wochen vermieden werden, um einen seltenen Milzriss zu verhindern. Plötzliche starke Bauchschmerzen links oben erfordern eine sofortige ärztliche Abklärung.
2Naturheilkundliche Behandlung
Begleitend helfen ausreichend Ruhe, Flüssigkeit, weiche Kost bei Halsschmerzen und Geduld, da die Erholung länger dauern kann. Pflanzliche Halsmittel sind ärztlich abzustimmen. Überlastung während der Genesung wird vermieden.

3TCM-Kräutertherapie
In der TCM werden anhaltende Erschöpfung und Lymphknotenschwellungen Mustern wie Feuchtigkeit-Hitze oder Qi-Schwäche zugeordnet. Akupunktur und Kräuter kommen begleitend in der Erholungsphase und unter qualifizierter Aufsicht infrage.
4Ayurvedische Behandlung
Ayurvedische Begleitung setzt auf Ruhe, leicht verdauliche Kost und einen geregelten Tagesrhythmus zur Unterstützung der Erholung. Kräuterpräparate sind ärztlich zu prüfen.
5Physiotherapeutische Behandlung
Wegen der möglichen Milzschwellung sind Kontaktsport und intensive Belastung zunächst zu meiden. Der Wiederaufbau der körperlichen Aktivität erfolgt sehr behutsam und schrittweise, angepasst an die oft länger anhaltende Erschöpfung.
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.