Scharlach
Streptokokken-Infektion mit Halsschmerzen, Fieber, feinfleckigem Ausschlag und „Himbeerzunge“.
Definition

Scharlach ist eine durch bestimmte A-Streptokokken verursachte Infektion, die vor allem Kinder betrifft. Typisch sind Halsschmerzen, Fieber, ein feinfleckiger, sich rau anfühlender Hautausschlag, eine gerötete Zunge („Himbeerzunge“) sowie eine spätere Schuppung der Haut an Händen und Füßen. Es handelt sich im Kern um eine Streptokokken-Angina mit Hautbeteiligung.
Behandlung
1Schulmedizinische Behandlung
Behandlung
Da Scharlach bakteriell bedingt ist, wird er mit einem Antibiotikum (meist Penicillin) behandelt. Dies verkürzt die Beschwerden, verringert die Ansteckungsfähigkeit und beugt seltenen Folgeerkrankungen vor. Ergänzend wirken Fieber- und Schmerzmittel sowie ausreichend Flüssigkeit.
Gemeinschaftseinrichtungen
Kinder dürfen Gemeinschaftseinrichtungen wie Kita oder Schule in der Regel wieder besuchen, wenn sie unter wirksamer Behandlung fieberfrei und in gutem Allgemeinzustand sind (nach den geltenden Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes). Die behandelnde Praxis berät zum genauen Zeitpunkt.
2Naturheilkundliche Behandlung
Begleitend helfen Ruhe, ausreichend Flüssigkeit, weiche Kost bei Halsschmerzen und milde Hautpflege. Pflanzliche Mittel sind ärztlich abzustimmen und ersetzen die Antibiotikatherapie nicht.

3TCM-Kräutertherapie
In der TCM werden fieberhafte Ausschläge häufig als Hitze im Blut gedeutet. Ergänzende Verfahren wie Akupunktur kommen nur unter qualifizierter Aufsicht infrage und ersetzen das notwendige Antibiotikum nicht.
4Ayurvedische Behandlung
Ayurvedische Begleitung setzt auf Ruhe, kühlende und leicht verdauliche Kost sowie sanfte Hautpflege. Kräuterpräparate sind ärztlich zu prüfen und ersetzen die medizinische Behandlung nicht.
5Physiotherapeutische Behandlung
Physiotherapie behandelt die Infektion nicht. Wichtig sind Schonung im akuten Stadium und eine schrittweise Rückkehr zu Spiel, Bewegung und Alltag nach Abklingen des Fiebers.
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.