ICD-10 · A37.9

Keuchhusten (Pertussis)

Bakterielle Atemwegsinfektion mit anfallsartigen Hustenstößen, für Säuglinge besonders gefährlich.

Definition

Keuchhusten (Pertussis)
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Keuchhusten ist eine durch das Bakterium Bordetella pertussis verursachte, hochansteckende Atemwegsinfektion. Nach einem erkältungsähnlichen Beginn folgen über Wochen anfallsartige, stakkatoartige Hustenstöße, oft mit keuchendem Einatmen und Erbrechen. Für junge Säuglinge kann die Erkrankung mit Atemaussetzern lebensbedrohlich verlaufen.

Behandlung

1Schulmedizinische Behandlung

Behandlung & Meldepflicht

Früh eingesetzte Antibiotika können den Verlauf mildern und vor allem die Ansteckung anderer verringern; der Husten selbst bessert sich oft erst langsam. Pertussis ist in Deutschland meldepflichtig. Enge Kontaktpersonen, insbesondere im Umfeld von Säuglingen, werden ärztlich beraten.

Impfung

Die Impfung ist die wichtigste Vorbeugung. Empfohlen werden die Grundimmunisierung im Kindesalter, Auffrischungen sowie die Impfung in der Schwangerschaft, um Neugeborene zu schützen (Nestschutz).

Warnzeichen bei Säuglingen

Bei Säuglingen sind Atemaussetzer, bläuliche Verfärbung, Trinkschwäche oder Erschöpfung Alarmzeichen und erfordern sofortige ärztliche Hilfe; im Notfall gilt der Notruf 112.

2Naturheilkundliche Behandlung

Begleitend helfen Ruhe, kleine häufige Mahlzeiten, ausreichend Flüssigkeit, gute feuchte Raumluft und das Vermeiden von Hustenreizen wie Rauch. Pflanzliche Hustenmittel sind ärztlich abzustimmen und ersetzen die medizinische Behandlung und Impfung nicht.

Keuchhusten (Pertussis)
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3TCM-Kräutertherapie

In der TCM wird hartnäckiger Husten über Muster von Lungen-Schwäche oder Schleim gedeutet. Begleitende Verfahren kommen nur unter qualifizierter Aufsicht infrage und ersetzen Antibiotika und Impfung nicht.

4Ayurvedische Behandlung

Ayurvedische Begleitung setzt auf Wärme, beruhigende Kräuter und leicht verdauliche Kost. Kräuterpräparate sind wegen möglicher Wechselwirkungen ärztlich zu prüfen und ersetzen die medizinische Behandlung nicht.

5Physiotherapeutische Behandlung

In der Erholungsphase können Atemübungen und eine schonende, atemerleichternde Lagerung die Belüftung der Lunge unterstützen und das Abhusten erleichtern. Der Wiederaufbau der Belastbarkeit erfolgt behutsam und schrittweise.

Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.