ICD-10 · S86.0

Achillessehnenriss

Riss der Achillessehne mit plötzlichem Schmerz und Kraftverlust beim Abstoßen.

Definition

Achillessehnenriss
KI-generiert

Beim Achillessehnenriss reißt die kräftige Sehne zwischen Wade und Ferse, häufig bei einer abrupten Abstoßbewegung im Sport. Typisch sind ein peitschenartiger Schlag oder Knall, plötzlicher Schmerz und die Unfähigkeit, sich auf die Zehenspitzen zu stellen oder kraftvoll abzustoßen.

Behandlung

1Schulmedizinische Behandlung

Erstversorgung & Diagnose

Der Fuß wird in Spitzfußstellung ruhiggestellt, gekühlt und hochgelagert; die Belastung wird vermieden. Es folgt eine zeitnahe ärztliche Vorstellung. Die Diagnose stützt sich auf die klinische Untersuchung (z. B. Wadenkompressionstest) und den Ultraschall.

Behandlung

Behandelt wird konservativ mit einem funktionellen Spezialschuh oder -stiefel in Spitzfußstellung oder operativ durch Sehnennaht. Die Wahl richtet sich nach Rissform, Aktivität und individuellen Faktoren; in beiden Fällen ist die anschließende Rehabilitation entscheidend.

2Naturheilkundliche Behandlung

Begleitend unterstützen eine ausgewogene, eiweißreiche Ernährung, Rauchverzicht und Geduld die Sehnenheilung. Pflanzliche Mittel sind ärztlich zu prüfen und ersetzen die fachgerechte Versorgung nicht.

3TCM-Kräutertherapie

Traditionell werden Sehnenverletzungen über Muster wie Leber- und Blut-Schwäche gedeutet. Akupunktur kann in der Rehabilitation begleitend zur Schmerzlinderung genutzt werden.

4Ayurvedische Behandlung

Ayurvedische Begleitung betont eine nährende Ernährung und nach ärztlicher Freigabe sanfte, wärmende Anwendungen zur Unterstützung der Beweglichkeit. Kräuterpräparate sind ärztlich zu prüfen.

5Physiotherapeutische Behandlung

Die Physiotherapie ist der Kern der Genesung und dauert mehrere Monate: schrittweise Belastungssteigerung, gezielter Aufbau der Wadenmuskulatur, Gang- und Gleichgewichtsschulung sowie ein kontrollierter, belastungsabhängiger Aufbau bis zur Sportrückkehr.

Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.