Prellung (Kontusion)
Stumpfe Gewalteinwirkung ohne offene Wunde, mit Schmerz, Schwellung und Bluterguss.
Definition

Eine Prellung entsteht durch stumpfe Gewalt, etwa Stoß, Schlag oder Sturz, ohne dass die Haut aufreißt. Kleine Gefäße im Gewebe reißen, es kommt zu Schmerz, Schwellung und einem Bluterguss (Hämatom). Prellungen sind meist harmlos, können aber je nach Ort und Wucht schmerzhaft sein.
Behandlung
1Schulmedizinische Behandlung
Erstversorgung & Warnzeichen
Bewährt ist die PECH-Regel (Pause, Eis, Compression, Hochlagern). Ein großer, praller oder rasch wachsender Bluterguss sollte ärztlich beurteilt werden. Wichtig: Stark zunehmender Schmerz, Spannungsgefühl, Taubheit oder Blässe an einer Gliedmaße können auf ein gefährliches Kompartmentsyndrom hindeuten und erfordern sofort ärztliche Hilfe.
Prellungen an Kopf, Brustkorb oder Bauch werden aufmerksam beobachtet, da darunter ernstere Verletzungen liegen können.
2Naturheilkundliche Behandlung
Kühlung in den ersten Stunden, später schonende Bewegung und äußere Anwendungen (z. B. Arnika- oder Beinwellzubereitungen) können Beschwerden lindern; Eignung ist ärztlich zu prüfen.

3TCM-Kräutertherapie
Die Prellung wird traditionell als lokale Blut-Stase verstanden. Akupunktur und sanfte Techniken können begleitend zur Schmerz- und Schwellungslinderung eingesetzt werden.
4Ayurvedische Behandlung
Ayurvedische Begleitmaßnahmen setzen auf Schonung, kühlende bzw. später wärmende äußere Anwendungen und eine ausgewogene Ernährung. Kräuterpräparate sind ärztlich zu prüfen.
5Physiotherapeutische Behandlung
Nach der akuten Phase unterstützt die Physiotherapie mit sanfter Beweglichkeit und schrittweisem Belastungsaufbau, um Steifigkeit vorzubeugen. Manuelle Lymphdrainage kann bei ausgeprägter Schwellung helfen.
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.