Austrocknung (Dehydratation)
Flüssigkeitsmangel mit Durst, dunklem Urin, Schwäche und Schwindel.
Definition

Bei der Dehydratation verliert der Körper mehr Flüssigkeit, als er aufnimmt – etwa durch Hitze, starkes Schwitzen, Fieber, Erbrechen oder Durchfall. Typisch sind Durst, trockener Mund, dunkler und wenig Urin, Müdigkeit, Kopfschmerz und Schwindel. Besonders gefährdet sind Kinder und ältere Menschen.
Behandlung
1Schulmedizinische Behandlung
Erstversorgung
Leichte Austrocknung wird durch schluckweises Trinken ausgeglichen, am besten mit einer Elektrolytlösung (orale Rehydratationslösung), um auch Salze zu ersetzen. Bei Hitze helfen Ruhe im Kühlen und leichte Kost.
Wichtig: Zeichen einer schweren Austrocknung – anhaltendes Erbrechen, fehlende Urinausscheidung, Verwirrtheit, sehr schneller Puls, eingesunkene Augen oder Teilnahmslosigkeit (besonders bei Kindern und älteren Menschen) – erfordern rasche ärztliche Hilfe, ggf. eine Infusion.
2Naturheilkundliche Behandlung
Regelmäßiges Trinken über den Tag, mineralstoffreiche Getränke und wasserreiche Lebensmittel unterstützen den Flüssigkeitshaushalt. Bei Durchfall oder Erbrechen wird gezielt Flüssigkeit mit Elektrolyten ersetzt.

3TCM-Kräutertherapie
Traditionell wird die Austrocknung als Mangel an Körperflüssigkeiten (Yin) verstanden. Befeuchtende Ernährung und begleitende Maßnahmen können unterstützen; im Vordergrund steht der Flüssigkeitsausgleich.
4Ayurvedische Behandlung
Ayurvedische Begleitung betont regelmäßiges Trinken, kühlende bzw. mineralstoffhaltige Getränke und eine leichte Ernährung. Kräuterpräparate sind ärztlich zu prüfen.
5Physiotherapeutische Behandlung
Nach der Erholung unterstützt die Physiotherapie mit einem behutsamen Wiedereinstieg in Belastung und einer sinnvollen Trinkstrategie bei Sport und Hitze, um erneutem Flüssigkeitsmangel vorzubeugen.
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.