Verbrennungen ersten und zweiten Grades
Oberflächliche Verbrennungen mit Rötung, Schmerz und Blasenbildung, richtig zu kühlen.
Definition

Verbrennungen ersten Grades betreffen nur die oberste Hautschicht (Rötung, Schmerz, keine Blasen). Beim zweiten Grad ist die Haut tiefer geschädigt, es bilden sich Blasen, und die Wunde ist sehr schmerzhaft. Ursachen sind Hitze, heiße Flüssigkeiten, Dampf, Reibung oder Strom.
Behandlung
1Schulmedizinische Behandlung
Erstversorgung
Die Verbrennung wird für etwa 10 bis 20 Minuten mit lauwarmem, fließendem Wasser gekühlt (nicht eiskalt, nicht bei großflächigen Verbrennungen wegen Unterkühlungsgefahr). Schmuck und nicht festklebende Kleidung werden entfernt, die Wunde locker und keimarm abgedeckt. Wichtig: Kein Eis, keine Butter, kein Öl, keine Hausmittel; Brandblasen werden nicht geöffnet.
Warnzeichen
Wichtig: Großflächige (größer als die Handfläche), tiefe, zirkuläre oder chemische bzw. elektrische Verbrennungen sowie Verbrennungen im Gesicht, an Händen, Füßen, Genitalien oder mit Verdacht auf ein Inhalationstrauma erfordern sofort den Notruf 112. Der Tetanusschutz wird überprüft.
2Naturheilkundliche Behandlung
Bei leichten, kleinflächigen Verbrennungen können nach der Kühlung feuchtigkeitsspendende Pflege und Schonung helfen. Auf Hausmittel wie Zahnpasta, Mehl oder Öl wird verzichtet; pflanzliche Auflagen auf offene Wunden sind ärztlich zu prüfen.
3TCM-Kräutertherapie
Traditionell wird die Verbrennung als Hitze-Schädigung verstanden. TCM-Verfahren kommen allenfalls in der Abheilungsphase begleitend und unter fachlicher Aufsicht infrage und ersetzen die richtige Erstversorgung nicht.
4Ayurvedische Behandlung
Ayurvedische Begleitung betont in der Abheilungsphase Kühlung, eine ausgewogene Ernährung und Hautpflege. Pflanzliche Auflagen auf frische oder offene Wunden werden gemieden; Kräuterpräparate sind ärztlich zu prüfen.
5Physiotherapeutische Behandlung
Bei größeren oder über Gelenken gelegenen Verbrennungen ist die Physiotherapie wichtig, um Beweglichkeit zu erhalten und narbenbedingten Bewegungseinschränkungen (Kontrakturen) vorzubeugen. Narbenbehandlung, Dehnung und ein dosierter Aufbau begleiten die Heilung.
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.