Lebensmittelvergiftung
Magen-Darm-Beschwerden durch verdorbene oder giftige Lebensmittel, meist selbstlimitierend.
Definition

Die Lebensmittelvergiftung entsteht durch den Verzehr von Speisen, die mit Keimen, deren Giftstoffen oder natürlichen Giften (z. B. giftigen Pilzen) belastet sind. Typisch sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchkrämpfe, oft wenige Stunden nach dem Essen. Die meisten Fälle klingen von selbst ab.
Behandlung
1Schulmedizinische Behandlung
Erstversorgung
Im Vordergrund steht der Ausgleich von Flüssigkeit und Salzen (orale Rehydratationslösung, schluckweises Trinken) sowie Ruhe und leichte Kost nach Verträglichkeit. Wichtig: Kein Erbrechen künstlich auslösen.
Warnzeichen
Wichtig: Hohes Fieber, blutiger Durchfall, anhaltendes Erbrechen, Zeichen schwerer Austrocknung, neurologische Symptome (z. B. Doppeltsehen, Sprech- oder Schluckstörung – Verdacht auf Botulismus) oder ein Verdacht auf Pilzvergiftung erfordern rasche ärztliche Hilfe. Bei bekannter oder vermuteter Giftaufnahme berät der Giftnotruf rund um die Uhr; im Notfall gilt der Notruf 112.
2Naturheilkundliche Behandlung
Ruhe, reichlich Flüssigkeit mit Elektrolyten und ein langsamer Kostaufbau (z. B. Zwieback, Reis, klare Brühe) unterstützen die Erholung. Stopfende Mittel werden bei Durchfall zurückhaltend und nur ärztlich abgestimmt eingesetzt.

3TCM-Kräutertherapie
Traditionell wird die Lebensmittelvergiftung als Störung von Milz und Magen durch Nahrungsgifte oder Feuchtigkeit-Hitze verstanden. Begleitende Ernährungsempfehlungen können in der Erholung unterstützen und ersetzen bei schwerem Verlauf die ärztliche Hilfe nicht.
4Ayurvedische Behandlung
Ayurvedische Begleitung betont Ruhe für die Verdauung, warme, leicht verdauliche Kost und ausreichend Flüssigkeit. Kräuterpräparate sind ärztlich zu prüfen.
5Physiotherapeutische Behandlung
Die Physiotherapie hat hier nur eine unterstützende Rolle: nach einer länger anhaltenden oder schweren Erkrankung ein behutsamer Wiederaufbau von Kraft und Ausdauer, um die Erschöpfung zu überwinden.
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.