ICD-10 · T33.9

Erfrierung

Kälteschädigung der Haut und tieferen Gewebe, meist an Fingern, Zehen, Ohren und Nase.

Definition

Erfrierung
KI-generiert

Bei einer Erfrierung schädigt Kälte Haut und tiefer liegendes Gewebe, vor allem an Fingern, Zehen, Ohren, Nase und Wangen. Die Haut wird zunächst blass, kalt und taub; beim Wiedererwärmen treten Schmerzen, Rötung, Schwellung und bei tieferen Erfrierungen Blasen auf.

Behandlung

1Schulmedizinische Behandlung

Erstversorgung

Die betroffene Person kommt an einen warmen Ort; nasse und einengende Kleidung wird entfernt. Erfrorene Stellen werden vorsichtig in körperwarmem Wasser (etwa 37 bis 39 Grad) aufgewärmt. Wichtig: Nicht mit Schnee reiben, nicht mit direkter, starker Hitze auftauen und nicht wieder gefrieren lassen – auf erfrorenen Füßen sollte nicht gegangen werden, wenn ein erneutes Einfrieren droht.

Tiefe oder großflächige Erfrierungen, Blasen und anhaltende Taubheit werden ärztlich versorgt; bei schwerer Kälteschädigung mit Allgemeinsymptomen oder begleitender Unterkühlung ist der Notruf 112 zu wählen.

2Naturheilkundliche Behandlung

Sanftes Wiedererwärmen, warme (nicht heiße) Getränke und Schutz vor erneuter Kälte unterstützen die Erholung. Reiben, Alkohol und Nikotin verschlechtern die Durchblutung und werden gemieden.

Erfrierung
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3TCM-Kräutertherapie

Traditionell wird die Erfrierung als Kälte mit Blut-Stagnation verstanden. Wärmende Ernährung und begleitende Verfahren können in der Erholungsphase unterstützen und ersetzen die richtige Erstversorgung nicht.

4Ayurvedische Behandlung

Ayurvedische Begleitung betont in der Erholungsphase wärmende Anwendungen, eine nährende Ernährung und Schutz vor Kälte. Kräuterpräparate sind ärztlich zu prüfen.

5Physiotherapeutische Behandlung

Nach der Abheilung hilft die Physiotherapie, Beweglichkeit und Funktion der betroffenen Finger oder Zehen wiederzugewinnen. Sanfte Bewegungsübungen und Maßnahmen zur Durchblutungsförderung begleiten die Erholung; die Empfindlichkeit für Kälte kann länger bestehen bleiben.

Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.