Hitzeerschöpfung
Schwäche, Schwindel und Übelkeit durch Hitze und Flüssigkeitsmangel – Vorstufe des Hitzschlags.
Definition

Die Hitzeerschöpfung entsteht bei Hitze durch starken Flüssigkeits- und Salzverlust, etwa beim Schwitzen. Typisch sind Schwäche, Schwindel, Kopfschmerz, Übelkeit, blasse, feuchte Haut, schneller Puls und Durst. Die Körpertemperatur ist nur mäßig erhöht; ohne Gegenmaßnahmen kann sie in einen gefährlichen Hitzschlag übergehen.
Behandlung
1Schulmedizinische Behandlung
Erstversorgung
Die betroffene Person kommt an einen kühlen, schattigen Ort und ruht, am besten mit leicht erhöhten Beinen. Überflüssige Kleidung wird gelockert, die Haut gekühlt, und in kleinen Schlucken werden Flüssigkeit und Elektrolyte zugeführt (sofern die Person wach ist und schlucken kann).
Wichtig: Bessern sich die Beschwerden nicht rasch oder kommen Verwirrtheit, hohes Fieber oder Bewusstseinsstörungen hinzu, droht ein Hitzschlag – dann sofort den Notruf 112 wählen.
2Naturheilkundliche Behandlung
Kühlung, Ruhe im Schatten und ein Ausgleich von Flüssigkeit und Mineralstoffen stehen im Vordergrund. Zur Vorbeugung helfen ausreichendes Trinken, leichte Kleidung und das Meiden der stärksten Hitze.

3TCM-Kräutertherapie
Traditionell wird die Hitzeerschöpfung als Schädigung von Qi und Körperflüssigkeiten durch Sommerhitze verstanden. Begleitende Maßnahmen zielen auf Kühlung und Erholung und ersetzen die Erstversorgung nicht.
4Ayurvedische Behandlung
Ayurvedische Begleitung betont kühlende Getränke, eine leichte Ernährung und Ruhe an einem kühlen Ort. Kräuterpräparate sind ärztlich zu prüfen.
5Physiotherapeutische Behandlung
Nach der Erholung unterstützt die Physiotherapie mit einem behutsamen Wiedereinstieg in Belastung, angepasster Trinkstrategie und schrittweiser Hitzeanpassung (Akklimatisierung), um erneuten Episoden vorzubeugen.
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.