ICD-10 · T68

Unterkühlung (Hypothermie)

Absinken der Körperkerntemperatur mit Zittern, Verwirrtheit und Schläfrigkeit.

Definition

Unterkühlung (Hypothermie)
KI-generiert

Bei der Unterkühlung sinkt die Körperkerntemperatur unter den Normalbereich, etwa durch Kälte, Nässe, Wind oder langes Verweilen im kalten Wasser. Zunächst treten Zittern, kalte, blasse Haut und Frösteln auf; bei stärkerer Unterkühlung folgen Verwirrtheit, Schläfrigkeit, verlangsamte Bewegungen und schließlich Bewusstlosigkeit.

Behandlung

1Schulmedizinische Behandlung

Erstversorgung

Die betroffene Person kommt an einen warmen, windgeschützten Ort; nasse Kleidung wird entfernt und der Körper mit Decken und trockener Kleidung isoliert. Eine wache, schluckfähige Person kann warme, gesüßte (alkoholfreie) Getränke erhalten. Wichtig: Nicht reiben, ruckartige Bewegungen vermeiden.

Wichtig: Bei schwerer Unterkühlung (kein Zittern mehr, Verwirrtheit, Bewusstseinsstörung) sofort den Notruf 112 wählen. Die Person wird sehr behutsam bewegt, da das kalte Herz empfindlich auf Erschütterungen reagiert; bei fehlender Atmung wird mit der Wiederbelebung begonnen.

2Naturheilkundliche Behandlung

Im Vordergrund stehen schonendes, allmähliches Wärmen und der Schutz vor weiterer Auskühlung. Warme Getränke helfen nur bei wacher Person; Alkohol wird gemieden, da er die Auskühlung verstärkt.

3TCM-Kräutertherapie

Traditionell wird die Unterkühlung als Eindringen von Kälte mit Yang-Schwäche verstanden. Wärmende Verfahren können in der Erholungsphase begleitend unterstützen und ersetzen die Erstversorgung nicht.

4Ayurvedische Behandlung

Ayurvedische Begleitung betont in der Erholungsphase wärmende Anwendungen, eine nährende, warme Ernährung und Schutz vor Kälte. Kräuterpräparate sind ärztlich zu prüfen.

5Physiotherapeutische Behandlung

Nach der Erholung hilft die Physiotherapie mit einem behutsamen, schrittweisen Wiederaufbau von Kraft und Ausdauer. Der Schutz vor Kälte und eine angepasste Belastung stehen dabei im Vordergrund.

Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.