ICD-10 · M77.1

Tennisellenbogen (Epicondylitis lateralis)

Schmerzhafte Sehnenreizung an der Außenseite des Ellenbogens durch Überlastung.

Definition

Tennisellenbogen (Epicondylitis lateralis)
KI-generiert

Der Tennisellenbogen ist eine überlastungsbedingte Reizung der Sehnenansätze der Handstreckmuskeln an der Außenseite des Ellenbogens. Typisch sind Schmerzen an der Außenseite, die bei Greifen, Heben und Drehbewegungen des Unterarms zunehmen. Er tritt oft bei wiederholten Belastungen in Beruf, Haushalt oder Sport auf.

Behandlung

1Schulmedizinische Behandlung

Diagnose

Die Diagnose ergibt sich aus Beschwerden und gezielten Tests (Druckschmerz, schmerzhafte Handgelenkstreckung gegen Widerstand). Bildgebung ist meist nicht nötig.

Behandlung

Die Beschwerden bessern sich meist konservativ und oft von selbst: relative Entlastung, Physiotherapie mit gezieltem Krafttraining, bei Bedarf entzündungshemmende Mittel und eine Epicondylitis-Spange. Injektionen werden zurückhaltend eingesetzt; eine Operation ist nur selten nötig.

2Naturheilkundliche Behandlung

Kälteanwendungen bei akuter Reizung, Entlastung und eine entzündungsarme Ernährung können unterstützen. Pflanzliche entzündungshemmende Mittel sind ärztlich auf Eignung zu prüfen.

Tennisellenbogen (Epicondylitis lateralis)
KI-generiert

3TCM-Kräutertherapie

Traditionell wird der Tennisellenbogen Mustern wie Qi- und Blut-Stagnation entlang der Arm-Meridiane zugeordnet. Akupunktur kann begleitend Schmerzen lindern und ersetzt die Übungstherapie nicht.

4Ayurvedische Behandlung

Ayurvedisch stehen warme Öl-Anwendungen am Unterarm und Vata-beruhigende Routinen im Vordergrund. Kräuterpräparate sind ärztlich auf Wechselwirkungen zu prüfen.

5Physiotherapeutische Behandlung

Belastungsdosiertes Krafttraining

Die Physiotherapie ist zentral: gezieltes, langsam gesteigertes Krafttraining der Unterarmmuskulatur (insbesondere exzentrisch), Dehnung und die Anpassung auslösender Bewegungsabläufe verbessern Schmerz und Belastbarkeit der Sehne nachhaltig.

Geduld ist wichtig, da Sehnen langsam reagieren. Ergonomische Anpassungen am Arbeitsplatz und ein Heimübungsprogramm beugen Rückfällen vor.

Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.