Golferellenbogen (Epicondylitis medialis)
Schmerzhafte Sehnenreizung an der Innenseite des Ellenbogens durch Überlastung.
Definition

Der Golferellenbogen ist eine überlastungsbedingte Reizung der Sehnenansätze der Handbeuger an der Innenseite des Ellenbogens. Typisch sind Schmerzen an der Innenseite, die bei Greifen, Beugen des Handgelenks und Drehbewegungen zunehmen. Ursache sind meist wiederholte Belastungen in Beruf, Sport oder Alltag.
Behandlung
1Schulmedizinische Behandlung
Diagnose
Die Diagnose ergibt sich aus Beschwerden und gezielten Tests (Druckschmerz, schmerzhafte Handgelenkbeugung gegen Widerstand). Bildgebung ist meist nicht nötig.
Behandlung
Die Behandlung entspricht weitgehend dem Tennisellenbogen: relative Entlastung, Physiotherapie mit gezieltem Krafttraining, bei Bedarf entzündungshemmende Mittel und eine Spange. Injektionen werden zurückhaltend eingesetzt; eine Operation ist selten nötig.
2Naturheilkundliche Behandlung
Kälteanwendungen bei akuter Reizung, Entlastung und eine entzündungsarme Ernährung können unterstützen. Pflanzliche entzündungshemmende Mittel sind ärztlich auf Eignung zu prüfen.

3TCM-Kräutertherapie
Traditionell wird der Golferellenbogen Mustern wie Qi- und Blut-Stagnation entlang der Arm-Meridiane zugeordnet. Akupunktur kann begleitend Schmerzen lindern und ersetzt die Übungstherapie nicht.
4Ayurvedische Behandlung
Ayurvedisch stehen warme Öl-Anwendungen am Unterarm und Vata-beruhigende Routinen im Vordergrund. Kräuterpräparate sind ärztlich auf Wechselwirkungen zu prüfen.
5Physiotherapeutische Behandlung
Belastungsdosiertes Krafttraining
Die Physiotherapie ist zentral: gezieltes, langsam gesteigertes Krafttraining der Handbeuger (insbesondere exzentrisch), Dehnung und die Anpassung auslösender Bewegungen verbessern Schmerz und Belastbarkeit der Sehne.
Wie beim Tennisellenbogen ist Geduld wichtig. Ergonomische Anpassungen und ein Heimübungsprogramm beugen Rückfällen vor.
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.