ICD-10 · M72.2

Plantarfasziitis (Fersenschmerz)

Reizung der Fußsohlensehnenplatte mit typischem Fersenschmerz bei den ersten Schritten.

Definition

Plantarfasziitis (Fersenschmerz)
KI-generiert

Die Plantarfasziitis ist eine überlastungsbedingte Reizung der Sehnenplatte an der Fußsohle (Plantarfaszie) am Ansatz der Ferse. Typisch ist ein stechender Fersenschmerz bei den ersten Schritten am Morgen oder nach Ruhe, der sich bei Bewegung zunächst bessert und bei längerer Belastung wieder zunimmt.

Behandlung

1Schulmedizinische Behandlung

Diagnose

Die Diagnose ergibt sich aus den typischen Beschwerden und der Untersuchung. Bildgebung ist meist nicht nötig; ein Fersensporn im Röntgenbild ist ein häufiger, oft harmloser Nebenbefund.

Behandlung

Die Behandlung ist konservativ und meist erfolgreich: Dehnübungen, Kräftigung, angepasstes Schuhwerk und Einlagen, Belastungssteuerung, bei Bedarf entzündungshemmende Mittel. Bei hartnäckigen Beschwerden können Stoßwellentherapie oder in Einzelfällen Injektionen erwogen werden.

2Naturheilkundliche Behandlung

Kühlung (z. B. Rollen des Fußes über eine kalte Flasche), Entlastung, Gewichtsmanagement und geeignetes Schuhwerk lindern Beschwerden. Pflanzliche entzündungshemmende Mittel sind ärztlich zu prüfen.

Plantarfasziitis (Fersenschmerz)
KI-generiert

3TCM-Kräutertherapie

Traditionell wird der Fersenschmerz Mustern wie Nieren-Schwäche sowie Qi- und Blut-Stagnation zugeordnet. Akupunktur kann begleitend Schmerzen lindern und ersetzt die Dehn- und Übungstherapie nicht.

4Ayurvedische Behandlung

Ayurvedisch stehen warme Öl-Anwendungen am Fuß und Vata-beruhigende Routinen im Vordergrund. Kräuterpräparate sind ärztlich auf Wechselwirkungen zu prüfen.

5Physiotherapeutische Behandlung

Dehnung & Kräftigung

Die Physiotherapie ist zentral: gezielte Dehnung von Plantarfaszie und Wadenmuskulatur, kräftigende Übungen für Fuß und Wade (z. B. Fersenheben mit dosierter Steigerung) sowie Belastungssteuerung verbessern Schmerz und Belastbarkeit nachhaltig.

Geduld und Konsequenz sind wichtig, da die Erholung Wochen bis Monate dauern kann. Ein Heimübungsprogramm und Schuhberatung sichern den Erfolg.

Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.