ICD-10 · M06.9

Rheumatoide Arthritis

Chronisch-entzündliche Gelenkerkrankung mit Schwellung, Steifigkeit und Gefahr von Gelenkschäden.

Definition

Rheumatoide Arthritis
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Die rheumatoide Arthritis ist eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung, bei der sich vor allem die Gelenkinnenhaut entzündet. Typisch sind symmetrische Schwellung und Schmerzen kleiner Gelenke (Hände, Füße), ausgeprägte Morgensteifigkeit und Abgeschlagenheit. Ohne Behandlung drohen Gelenkzerstörung und Fehlstellungen.

Behandlung

1Schulmedizinische Behandlung

Diagnose

Die Abklärung kombiniert Beschwerden, Untersuchung, Labor (u. a. Entzündungswerte, Rheumafaktor, CCP-Antikörper) und Bildgebung. Eine frühe Diagnose ist wichtig, da eine rasche Behandlung Gelenkschäden verhindern kann.

Behandlung

Die Behandlung erfolgt fachärztlich (Rheumatologie) mit krankheitsmodifizierenden Medikamenten (z. B. Methotrexat, bei Bedarf Biologika oder zielgerichtete Präparate), ergänzt durch entzündungshemmende Mittel und zeitweise Kortison. Ziel ist eine möglichst geringe Krankheitsaktivität (Remission).

2Naturheilkundliche Behandlung

Eine entzündungsarme, an die mediterrane Kost angelehnte Ernährung, Rauchverzicht, Gewichtsmanagement und Bewegung unterstützen die Behandlung. Pflanzliche Mittel sind wegen möglicher Wechselwirkungen mit Rheumamedikamenten sorgfältig ärztlich zu prüfen.

Rheumatoide Arthritis
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3TCM-Kräutertherapie

Traditionell wird die Erkrankung dem Bi-Syndrom (Wind, Kälte, Feuchtigkeit, Hitze) zugeordnet. Akupunktur kann begleitend Schmerzen lindern; Kräuter sind wegen Wechselwirkungen mit immunmodulierenden Medikamenten nur unter qualifizierter Aufsicht einzusetzen und ersetzen die Basistherapie nicht.

4Ayurvedische Behandlung

Ayurvedisch wird die entzündliche Gelenkerkrankung häufig einem Ama- und Vata-Ungleichgewicht zugeordnet. Begleitend betont werden eine leicht verdauliche Ernährung, sanfte Bewegung und beruhigende Routinen. Kräuterpräparate sind wegen Wechselwirkungen ärztlich zu prüfen.

5Physiotherapeutische Behandlung

Beweglichkeit & Gelenkschutz

Die Physio- und Ergotherapie ist ein wichtiger Baustein: schonende Beweglichkeits- und Kräftigungsübungen, Erhalt der Handfunktion, Gelenkschutztechniken, Hilfsmittelberatung und angepasstes Ausdauertraining verbessern Funktion und Lebensqualität, auch in ruhigeren Phasen.

Die Übungen werden an die Krankheitsaktivität angepasst: in akuten Schüben schonend, in ruhigen Phasen aufbauend. Ein individuelles Heimprogramm hält die Gelenke beweglich.

Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.