Rotatorenmanschetten-Syndrom
Reizung, Verschleiß oder Riss der Schultersehnen mit Schmerzen und Kraftverlust.
Definition

Die Rotatorenmanschette ist eine Gruppe von Sehnen, die die Schulter führen und stabilisieren. Reizung, Verschleiß oder ein Riss verursachen Schmerzen (oft nachts und beim Armheben) sowie Kraftverlust. Ursachen sind Überlastung, altersbedingter Verschleiß und Verletzungen.
Behandlung
1Schulmedizinische Behandlung
Diagnose
Die Abklärung umfasst Beschwerden, gezielte Kraft- und Funktionstests und bei Bedarf Ultraschall oder MRT, um Ausmaß und Art der Sehnenschädigung zu beurteilen.
Behandlung
Viele Beschwerden, auch kleinere Risse, bessern sich konservativ: Physiotherapie, Schmerzmittel und angepasste Belastung. Bei größeren oder unfallbedingten Rissen, jüngeren Betroffenen oder anhaltender Funktionseinschränkung kann eine operative Sehnennaht erwogen werden.
2Naturheilkundliche Behandlung
Kälte in der akuten Phase, Wärme bei Verspannung, Entlastung und eine entzündungsarme Ernährung unterstützen die Erholung. Pflanzliche Mittel sind ärztlich zu prüfen.

3TCM-Kräutertherapie
Traditionell werden Schulterbeschwerden Mustern wie Qi- und Blut-Stagnation zugeordnet. Akupunktur kann begleitend Schmerzen lindern und ersetzt die gezielte Übungstherapie nicht.
4Ayurvedische Behandlung
Ayurvedisch stehen warme Öl-Anwendungen, sanfte Bewegung und Vata-beruhigende Routinen im Vordergrund. Kräuterpräparate sind ärztlich auf Wechselwirkungen zu prüfen.
5Physiotherapeutische Behandlung
Sehnenbelastbarkeit aufbauen
Die Physiotherapie ist zentral: schrittweise, angepasste Kräftigung der Rotatorenmanschette und der schulterblattstabilisierenden Muskulatur, Beweglichkeitsübungen und Verbesserung der Bewegungskontrolle verbessern Schmerz, Kraft und Funktion.
Ein individuell dosiertes Heimprogramm und die geduldige Steigerung der Belastung sind wichtig, da Sehnen langsam auf Trainingsreize reagieren.
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.