ICD-10 · L25.9

Kontaktdermatitis

Hautentzündung durch Kontakt mit reizenden oder allergieauslösenden Stoffen.

Definition

Kontaktdermatitis
KI-generiert

Die Kontaktdermatitis ist eine Hautentzündung, die durch den Kontakt mit äußeren Stoffen entsteht. Man unterscheidet die irritative Form (durch wiederholte Reizung, z. B. Feuchtarbeit, Reinigungsmittel) und die allergische Form (Spätreaktion auf ein Allergen wie Nickel, Duft- oder Konservierungsstoffe). Typisch sind Rötung, Juckreiz, Bläschen und Schuppung im Kontaktbereich.

Behandlung

1Schulmedizinische Behandlung

Ursachensuche

Entscheidend ist das Auffinden und Meiden des auslösenden Stoffes. Bei Verdacht auf eine Kontaktallergie klärt ein Epikutantest (Pflastertest) die verantwortlichen Allergene. Beruflicher Hautkontakt und Pflegeprodukte werden gezielt hinterfragt.

Behandlung & Schutz

Akut helfen entzündungshemmende Cremes (meist Kortikosteroide) und rückfettende Pflege. Zentral ist der konsequente Hautschutz mit Handschuhen, Schutzcremes und dem Meiden des Auslösers. Bei ausgedehntem oder chronischem Verlauf erfolgt eine hautärztliche Mitbetreuung.

2Naturheilkundliche Behandlung

Hautschutz & Pflege

  • Konsequenter Schutz vor dem Auslöser und regelmäßige Rückfettung sind die wichtigsten Maßnahmen.
  • Milde, duftstofffreie Reinigungsprodukte reduzieren zusätzliche Reizungen.
  • Kühle Umschläge lindern akuten Juckreiz und Brennen.
  • Pflanzliche Auflagen sind zurückhaltend und nur nach ärztlicher Rücksprache zu verwenden, da sie selbst sensibilisieren können.
Kontaktdermatitis
KI-generiert

3TCM-Kräutertherapie

Traditionell werden nässende, juckende Hautreaktionen Mustern wie Feuchtigkeit und Hitze zugeordnet. Begleitende Akupunktur oder Ernährungsberatung können das allgemeine Wohlbefinden unterstützen, ersetzen aber das Meiden des Auslösers und die hautärztliche Behandlung nicht.

4Ayurvedische Behandlung

Ayurvedische Begleitung betont kühlende, hautfreundliche Ernährung, ruhige Routinen und sanfte äußerliche Pflege. Da manche pflanzlichen Auflagen und Öle selbst Allergien auslösen können, sind Produkte ärztlich zu prüfen und bei bekannter Sensibilisierung zu meiden.

5Physiotherapeutische Behandlung

Im Vordergrund stehen physische Schutzmaßnahmen: geeignete Schutzhandschuhe, Hautschutz- und Pflegepläne im Beruf, das Kurzhalten der Feuchtbelastung sowie kühle Kompressen bei akutem Juckreiz. Diese Maßnahmen schützen die Hautbarriere und beugen Rückfällen vor.

Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.