Hautpilz (Dermatophytose)
Ansteckende Pilzinfektion der Haut mit ringförmigen, schuppenden und juckenden Herden.
Definition

Unter Dermatophytose versteht man eine Infektion der Haut mit Fadenpilzen. Typisch sind ringförmige, randbetonte, schuppende und juckende Herde, die sich langsam ausbreiten. Je nach Lokalisation spricht man z. B. von Fußpilz, Leistenpilz oder Pilz am Körper. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch, über Tiere oder über kontaminierte Böden und Gegenstände.
Behandlung
1Schulmedizinische Behandlung
Diagnose
Die Diagnose stützt sich auf das klinische Bild und, bei Unsicherheit, auf einen Pilznachweis aus Hautschuppen (Mikroskopie, Kultur oder molekulare Verfahren). Wichtig ist, vor einer längeren Behandlung möglichst einen Erregernachweis anzustreben.
Behandlung
Begrenzte Herde werden mit Antipilz-Cremes über mehrere Wochen behandelt. Bei ausgedehntem Befall, Beteiligung von Haaren oder Nägeln oder Therapieversagen kommen Antipilz-Tabletten hinzu. Ansteckungsquellen und Wiederansteckung (z. B. Schuhe, Handtücher, Haustiere) werden mitbedacht.
2Naturheilkundliche Behandlung
Hygiene & Vorbeugung
- Betroffene Haut gut trocken halten, besonders in Hautfalten und zwischen den Zehen.
- Atmungsaktives Schuhwerk, häufiger Wechsel von Socken und Handtüchern beugt vor.
- In öffentlichen Bädern und Duschen Badeschuhe tragen.
- Ergänzende pflanzliche Mittel sind ärztlich zu prüfen und ersetzen die Antipilztherapie nicht.

3TCM-Kräutertherapie
Traditionell werden juckende, schuppende Pilzherde Mustern wie Feuchtigkeit und Hitze zugeordnet. Begleitende Maßnahmen können das Hautmilieu unterstützen, ersetzen aber die gezielte Antipilzbehandlung nicht.
4Ayurvedische Behandlung
Ayurvedische Begleitung betont Trockenhalten der Haut, eine ausgewogene Ernährung und Hygiene. Einige traditionell genutzte Öle können die Haut reizen; äußerliche und innerliche Präparate sind ärztlich zu prüfen.
5Physiotherapeutische Behandlung
Unterstützend wirken das gründliche Abtrocknen nach Sport und Schwitzen, atmungsaktive Kleidung und Schuhe sowie Hygienemaßnahmen in Gemeinschaftseinrichtungen. Feuchte Hautfalten werden durch luftige Kleidung und ggf. saugende Einlagen trocken gehalten.
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.