ICD-10 · L81.1

Melasma (Chloasma)

Bräunliche, meist symmetrische Pigmentflecken im Gesicht, verstärkt durch Sonne und Hormone.

Definition

Melasma (Chloasma)
KI-generiert

Das Melasma (Chloasma) ist eine erworbene Pigmentstörung mit bräunlichen, meist symmetrischen Flecken an Wangen, Stirn, Oberlippe und Kinn. Es entsteht durch eine vermehrte Melaninbildung und wird durch UV-Licht, hormonelle Einflüsse (z. B. Schwangerschaft, hormonelle Verhütung) und genetische Veranlagung begünstigt. Es ist harmlos, aber oft kosmetisch belastend und neigt zu Rückfällen.

Behandlung

1Schulmedizinische Behandlung

Diagnose

Die Diagnose ist klinisch, oft mit Dermatoskop. Wichtig ist die Abgrenzung von anderen Pigmentveränderungen. Mögliche Auslöser wie hormonelle Präparate und die UV-Belastung werden besprochen.

Behandlung

Grundlage ist konsequenter, hoher Sonnenschutz. Zusätzlich kommen aufhellende Wirkstoffcremes (z. B. mit Azelainsäure, Vitamin C oder verordnete Kombinationen) und bei Bedarf schonende dermatologische Verfahren zum Einsatz. Geduld ist nötig, und Rückfälle bei erneuter Sonnenexposition sind häufig.

2Naturheilkundliche Behandlung

Sonnenschutz & Pflege

  • Täglicher, hoher Sonnenschutz – auch im Alltag und an bewölkten Tagen – ist entscheidend.
  • Mineralische Sonnenschutzmittel und Kopfbedeckungen ergänzen den Schutz.
  • Aggressive Peelings und reizende Produkte meiden, da sie die Pigmentierung verstärken können.
  • Ergänzende Mittel sind ärztlich zu prüfen.
Melasma (Chloasma)
KI-generiert

3TCM-Kräutertherapie

Traditionell werden Pigmentflecken Mustern wie Leber-Qi-Stagnation oder Blut-Mangel zugeordnet. Begleitende Maßnahmen können das Wohlbefinden unterstützen, ersetzen aber den Sonnenschutz und die dermatologische Behandlung nicht.

4Ayurvedische Behandlung

Ayurvedische Begleitung betont eine ausgewogene Ernährung, Stressreduktion und sanfte Hautpflege. Äußerliche Präparate sind ärztlich zu prüfen, da manche die Haut reizen und die Pigmentierung verstärken können.

5Physiotherapeutische Behandlung

Im Vordergrund steht der physische UV-Schutz: breitkrempige Hüte, Sonnenbrille und schützende Kleidung, besonders bei Aktivitäten im Freien. Aktivitäten in der prallen Sonne werden in schattigere Zeiten verlegt, um eine Verstärkung der Flecken zu vermeiden.

Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.