ICD-10 · L29.9

Juckreiz (Pruritus)

Quälender Juckreiz als Symptom, das viele Haut- und innere Ursachen haben kann.

Definition

Juckreiz (Pruritus)
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Pruritus ist der medizinische Begriff für Juckreiz, der als Symptom zahlreicher Ursachen auftreten kann. Dazu zählen trockene Haut, Ekzeme und andere Hauterkrankungen, Allergien, aber auch innere Ursachen wie Leber-, Nieren- oder Schilddrüsenerkrankungen, Blutbildveränderungen, Medikamente oder psychische Belastung. Anhaltender Juckreiz kann den Schlaf und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.

Behandlung

1Schulmedizinische Behandlung

Ursachensuche

Zentral ist das Finden der Ursache. Bei sichtbarer Hauterkrankung wird diese behandelt. Bei Juckreiz ohne Hautbefund, anhaltendem oder generalisiertem Juckreiz erfolgt eine gezielte Abklärung mit Anamnese, körperlicher Untersuchung und Laboruntersuchungen, um innere Ursachen zu erkennen.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Allgemein helfen konsequente rückfettende Pflege, das Meiden von Austrocknung und Reizstoffen sowie je nach Situation entzündungshemmende Cremes, Antihistaminika oder spezielle Medikamente. Wichtig ist, den Kratz-Juck-Kreislauf zu durchbrechen.

2Naturheilkundliche Behandlung

Linderung & Hautpflege

  • Regelmäßige, rückfettende Pflege und lauwarmes, kurzes Duschen beugen Trockenheit vor.
  • Kühlung, weiche Baumwollkleidung und kurze Fingernägel lindern den Juckreiz.
  • Auslöser wie Überwärmung, raue Textilien und reizende Produkte meiden.
  • Anhaltender Juckreiz gehört ärztlich abgeklärt; ergänzende Mittel sind ärztlich zu prüfen.
Juckreiz (Pruritus)
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3TCM-Kräutertherapie

Traditionell wird Juckreiz Mustern wie Wind, Hitze, Feuchtigkeit oder – bei trockener Haut – Blut-Mangel zugeordnet. Akupunktur und Ernährungsberatung können begleitend eingesetzt werden; anhaltender Juckreiz sollte dennoch ärztlich auf innere Ursachen abgeklärt werden.

4Ayurvedische Behandlung

Ayurvedische Begleitung betont eine kühlende, ausgewogene Ernährung, Stressreduktion und sanfte Hautpflege mit geeigneten Ölen bei trockener Haut. Innerlich eingenommene Kräuterpräparate sind ärztlich auf Wechselwirkungen zu prüfen.

5Physiotherapeutische Behandlung

Unterstützend wirken kühlende Maßnahmen, ein hautfreundliches Raumklima mit ausreichender Luftfeuchtigkeit und das Vermeiden von Überwärmung. Entspannungs- und Stressbewältigungsverfahren können den Kratz-Juck-Kreislauf durchbrechen und den Schlaf verbessern.

Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.