ICD-10 · B86

Krätze (Skabies)

Durch Milben verursachter, nachts betonter starker Juckreiz mit feinen Gängen in der Haut.

Definition

Krätze (Skabies)
KI-generiert

Die Krätze (Skabies) ist eine ansteckende Hauterkrankung durch die Krätzmilbe, die feine Gänge in die oberste Hautschicht gräbt. Typisch ist ein starker, nachts betonter Juckreiz mit kleinen Papeln und Kratzspuren, bevorzugt an Fingerzwischenräumen, Handgelenken, Achseln und im Genitalbereich. Die Übertragung erfolgt meist durch längeren Hautkontakt.

Behandlung

1Schulmedizinische Behandlung

Diagnose

Die Diagnose stützt sich auf das typische Beschwerdebild, die Verteilung und den Nachweis von Milbengängen, ggf. mit Dermatoskop oder Mikroskop. Auch enge Kontaktpersonen werden berücksichtigt, da sie oft mitbehandelt werden müssen.

Behandlung

Behandelt wird mit milbenabtötenden Präparaten als Creme (z. B. Permethrin) oder als Tablette, oft mit Wiederholung nach einigen Tagen. Wichtig sind die gleichzeitige Behandlung enger Kontaktpersonen sowie das Waschen bzw. Ausräumen von Kleidung und Bettwäsche. Der Juckreiz kann nach erfolgreicher Behandlung noch Wochen anhalten.

2Naturheilkundliche Behandlung

Begleitmaßnahmen

  • Kleidung, Handtücher und Bettwäsche bei mindestens 60 Grad waschen oder nach Anweisung behandeln.
  • Enge Kontaktpersonen zeitgleich mitbehandeln, um Wiederansteckung zu vermeiden.
  • Rückfettende Pflege lindert die trockene, gereizte Haut nach der Behandlung.
  • Ergänzende Mittel sind ärztlich zu prüfen und ersetzen die milbenabtötende Therapie nicht.
Krätze (Skabies)
KI-generiert

3TCM-Kräutertherapie

Traditionell wird der starke Juckreiz Mustern wie Wind, Feuchtigkeit und Hitze zugeordnet. Begleitende Maßnahmen können das Wohlbefinden unterstützen; die ansteckende Milbenerkrankung erfordert jedoch eine gezielte medizinische Behandlung.

4Ayurvedische Behandlung

Ayurvedische Begleitung betont Hygiene, sanfte Hautpflege und geregelte Routinen. Äußerliche und innerliche Präparate sind ärztlich zu prüfen und ersetzen die spezifische Behandlung nicht.

5Physiotherapeutische Behandlung

Unterstützend wirken Hygienemaßnahmen und der Verzicht auf engen Hautkontakt sowie gemeinsame Handtücher bis zum Abschluss der Behandlung. Kühlende Maßnahmen und rückfettende Pflege lindern den nachwirkenden Juckreiz.

Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.