ICD-10 · L80

Vitiligo (Weißfleckenkrankheit)

Scharf begrenzte, pigmentfreie weiße Hautflecken durch Verlust der Pigmentzellen.

Definition

Vitiligo (Weißfleckenkrankheit)
KI-generiert

Die Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) ist eine Pigmentstörung, bei der pigmentbildende Zellen zerstört werden, sodass scharf begrenzte, milchig-weiße Flecken entstehen. Häufig betroffen sind Hände, Gesicht, Achseln und Körperöffnungen. Es handelt sich um eine wahrscheinlich autoimmun bedingte Erkrankung, die harmlos, aber für viele psychisch belastend ist; gelegentlich bestehen weitere Autoimmunerkrankungen.

Behandlung

1Schulmedizinische Behandlung

Diagnose

Die Diagnose ist klinisch, oft mit einer speziellen UV-Lampe (Wood-Licht). Je nach Befund werden begleitende Autoimmunerkrankungen, etwa der Schilddrüse, mitbedacht und bei Bedarf untersucht.

Behandlung

Behandlungsoptionen sind entzündungshemmende Cremes (Kortikosteroide oder Calcineurin-Hemmer), UV-Therapie und neuere zielgerichtete Wirkstoffe; der Erfolg ist individuell verschieden und braucht Geduld. Wichtig sind Sonnenschutz der pigmentfreien Areale und, bei Bedarf, psychologische Unterstützung sowie kosmetische Abdeckung.

2Naturheilkundliche Behandlung

Schutz & Umgang

  • Die pigmentfreien Stellen sind sehr sonnenempfindlich und brauchen konsequenten Sonnenschutz.
  • Kosmetische Abdeckprodukte können den Alltag erleichtern.
  • Stressbewältigung und Austausch, etwa in Selbsthilfegruppen, unterstützen den Umgang mit der Erkrankung.
  • Ergänzende Mittel sind ärztlich zu prüfen.
Vitiligo (Weißfleckenkrankheit)
KI-generiert

3TCM-Kräutertherapie

Traditionell wird die Pigmentstörung Mustern wie Qi- und Blut-Mangel oder Stagnation zugeordnet. Akupunktur und begleitende Maßnahmen können das Wohlbefinden unterstützen, ersetzen aber die dermatologische Behandlung nicht.

4Ayurvedische Behandlung

Ayurvedische Ansätze nutzen traditionell bestimmte Pflanzen, die die Lichtempfindlichkeit erhöhen können; solche Präparate sind wegen möglicher Nebenwirkungen und Wechselwirkungen unbedingt ärztlich zu prüfen. Ausgewogene Ernährung und Stressreduktion wirken begleitend unterstützend.

5Physiotherapeutische Behandlung

Im Vordergrund steht der konsequente physische UV-Schutz der pigmentfreien Areale durch Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenschutzmittel, da diese Haut sehr leicht verbrennt. Entspannungsverfahren können helfen, die psychische Belastung zu mindern.

Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.