ICD-10 · K29.50

Chronische Gastritis

Länger bestehende Entzündung der Magenschleimhaut, oft durch H. pylori.

Definition

Die chronische Gastritis ist eine langanhaltende Entzündung oder Veränderung der Magenschleimhaut. Wichtige Ursachen sind eine H.-pylori-Infektion, autoimmune Formen und dauerhafte Reizstoffe. Manche Betroffene haben kaum Beschwerden; möglich sind Oberbauchbeschwerden, Übelkeit, frühe Sättigung und Appetitverlust. Atrophische Formen können mit Vitamin-B12- oder Eisenmangel einhergehen.

Behandlung

1Schulmedizinische Behandlung

Abklärung & Säurehemmung

Die Behandlung richtet sich nach Art und Ursache: H.-pylori-Test, Überprüfung von Medikamenten und Reizstoffen sowie bei Bedarf eine Magenspiegelung mit Gewebeprobe. Bei säurebedingten Beschwerden werden Protonenpumpenhemmer eingesetzt.

Gesunder Magen
KI-generiert

H. pylori & Mangelzustände

Nachgewiesenes H. pylori wird leitliniengerecht eradiziert. Bei autoimmuner oder atrophischer Gastritis ist auf Vitamin-B12- und Eisenmangel zu achten; Reizstoffe wie NSAR, Rauchen und viel Alkohol werden gemieden.

2Naturheilkundliche Behandlung

Phytotherapie & Lebensstil

Kamille und Eibischwurzel wirken beruhigend; Süßholz nur mit Vorsicht (Blutdruck, Kalium). Regelmäßige Mahlzeiten, ausreichend Schlaf, Stressmanagement und moderate Bewegung unterstützen die Verdauung; individuell auslösende Speisen werden begrenzt.

3TCM-Kräutertherapie

Milz-/Magen-Qi-Mangel

Appetitlosigkeit, Völle und Müdigkeit: das Milz-Qi stärken und den Magen harmonisieren.

Leber-Qi greift den Magen an

Druck und Aufstoßen, verstärkt durch Stress: das Leber-Qi regulieren.

Magen-Yin-Mangel

Trockener Mund und innere Hitze: das Magen-Yin nähren.

4Ayurvedische Behandlung

Ansätze & Ernährung

Traditionell als Agni- und Dosha-Störung mit aggraviertem Pitta verstanden. Im Vordergrund stehen Ernährungs- und Lebensstilanpassung, regelmäßige Routinen und Stressreduktion; Kräuter werden individuell ausgewählt und ärztlich geprüft.

5Physiotherapeutische Behandlung

Regelmäßige moderate Bewegung unterstützt Verdauung, Gewicht und Stressabbau; sanfte Zwerchfellatmung und Entspannung tun gut. Intensive Belastung direkt nach großen Mahlzeiten wird vermieden.

Sanfte Bewegung
KI-generiert

Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.