Chronische Gastritis
Länger bestehende Entzündung der Magenschleimhaut, oft durch H. pylori.
Definition
Die chronische Gastritis ist eine langanhaltende Entzündung oder Veränderung der Magenschleimhaut. Wichtige Ursachen sind eine H.-pylori-Infektion, autoimmune Formen und dauerhafte Reizstoffe. Manche Betroffene haben kaum Beschwerden; möglich sind Oberbauchbeschwerden, Übelkeit, frühe Sättigung und Appetitverlust. Atrophische Formen können mit Vitamin-B12- oder Eisenmangel einhergehen.
Behandlung
1Schulmedizinische Behandlung
Abklärung & Säurehemmung
Die Behandlung richtet sich nach Art und Ursache: H.-pylori-Test, Überprüfung von Medikamenten und Reizstoffen sowie bei Bedarf eine Magenspiegelung mit Gewebeprobe. Bei säurebedingten Beschwerden werden Protonenpumpenhemmer eingesetzt.

H. pylori & Mangelzustände
Nachgewiesenes H. pylori wird leitliniengerecht eradiziert. Bei autoimmuner oder atrophischer Gastritis ist auf Vitamin-B12- und Eisenmangel zu achten; Reizstoffe wie NSAR, Rauchen und viel Alkohol werden gemieden.
2Naturheilkundliche Behandlung
Phytotherapie & Lebensstil
Kamille und Eibischwurzel wirken beruhigend; Süßholz nur mit Vorsicht (Blutdruck, Kalium). Regelmäßige Mahlzeiten, ausreichend Schlaf, Stressmanagement und moderate Bewegung unterstützen die Verdauung; individuell auslösende Speisen werden begrenzt.
3TCM-Kräutertherapie
Milz-/Magen-Qi-Mangel
Appetitlosigkeit, Völle und Müdigkeit: das Milz-Qi stärken und den Magen harmonisieren.
Leber-Qi greift den Magen an
Druck und Aufstoßen, verstärkt durch Stress: das Leber-Qi regulieren.
Magen-Yin-Mangel
Trockener Mund und innere Hitze: das Magen-Yin nähren.
4Ayurvedische Behandlung
Ansätze & Ernährung
Traditionell als Agni- und Dosha-Störung mit aggraviertem Pitta verstanden. Im Vordergrund stehen Ernährungs- und Lebensstilanpassung, regelmäßige Routinen und Stressreduktion; Kräuter werden individuell ausgewählt und ärztlich geprüft.
5Physiotherapeutische Behandlung
Regelmäßige moderate Bewegung unterstützt Verdauung, Gewicht und Stressabbau; sanfte Zwerchfellatmung und Entspannung tun gut. Intensive Belastung direkt nach großen Mahlzeiten wird vermieden.

Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.