ICD-10 · K30

Funktionelle Dyspepsie (Reizmagen)

Wiederkehrende Oberbauchbeschwerden ohne fassbare organische Ursache.

Definition

Die funktionelle Dyspepsie ist eine chronische oder wiederkehrende Störung mit Beschwerden wie Völlegefühl nach dem Essen, früher Sättigung, Oberbauchschmerz oder -brennen – ohne strukturelle Erkrankung, die dies ausreichend erklärt. Die Diagnose erfolgt nach klinischer Abklärung und Ausschluss relevanter organischer Ursachen.

Verdauungsbeschwerden
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Behandlung

1Schulmedizinische Behandlung

Abklärung & Therapie

Berücksichtigt werden Symptommuster, Medikamente, Ernährung und H. pylori; bei Alarmzeichen erfolgt eine Endoskopie. Bei Oberbauchbrennen kann ein Versuch mit einem Protonenpumpenhemmer sinnvoll sein, bei Nachweis von H. pylori dessen Eradikation. Reichen diese nicht aus, kommen Prokinetika oder Neuromodulatoren infrage.

2Naturheilkundliche Behandlung

Phytotherapie & Lebensstil

Standardisierte Kombinationen aus Pfefferminz- und Kümmelöl können Beschwerden lindern; Kamille wirkt beruhigend. Regelmäßige Mahlzeiten, Stressmanagement, Entspannung und Zwerchfellatmung sind hilfreich, besonders wenn Stress die Beschwerden verstärkt.

3TCM-Kräutertherapie

Leber-Qi greift den Magen an

Druck und Aufstoßen mit Bezug zu Stress: das Leber-Qi regulieren und das Magen-Qi absenken.

Milz-Qi-Mangel

Völle nach dem Essen mit Müdigkeit: das Milz-Qi stärken.

TCM für die Verdauung
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4Ayurvedische Behandlung

Ansätze & Ernährung

Traditionell als Störung des Agni verstanden, teils mit Vata-, Pitta- oder Kapha-Beteiligung. Empfohlen werden individuelle Ernährung, regelmäßige Essenszeiten und achtsames Essen; ausgewählte Kräuter zur Verdauungsunterstützung werden ärztlich geprüft.

5Physiotherapeutische Behandlung

Moderate Bewegung, sanftes Gehen, Zwerchfellatmung und Entspannung unterstützen Verdauung und Wohlbefinden, besonders bei stressbedingten Beschwerden. Belastung direkt nach großen Mahlzeiten wird vermieden.

Bewegung für die Verdauung
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Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.