Magengeschwür
Offenes Geschwür der Magenschleimhaut, meist durch H. pylori oder NSAR.
Definition
Ein Magengeschwür ist ein offener Defekt der Magenschleimhaut, wenn die Schutzmechanismen gegen Magensäure und Verdauungsenzyme gestört sind. Häufige Ursachen sind H. pylori und NSAR. Möglich sind brennende oder dumpfe Oberbauchschmerzen, Übelkeit, frühe Sättigung und Appetitverlust. Komplikationen sind Blutung, Perforation oder Magenausgangsverengung.

Behandlung
1Schulmedizinische Behandlung
Diagnostik & Säurehemmung
Zur Abklärung gehören H.-pylori-Test und meist eine Magenspiegelung mit Gewebeprobe, auch um Bösartigkeit auszuschließen. Bei H. pylori wird eradiziert; Protonenpumpenhemmer fördern die Abheilung, und eine Kontroll-Endoskopie kann sinnvoll sein.
NSAR & Warnzeichen
NSAR werden möglichst abgesetzt oder mit Magenschutz kombiniert. Bluterbrechen, schwarzer Stuhl, plötzlich starke Schmerzen oder Kreislaufbeschwerden sind Notfälle.
2Naturheilkundliche Behandlung
Phytotherapie & Lebensstil
Eibischwurzel beruhigt die Schleimhaut, Kamille wirkt mild krampflösend. Regelmäßige Mahlzeiten, Schlaf und Stressmanagement helfen; Rauchen und Alkohol werden gemieden. Ergänzende Verfahren ersetzen nicht die ursächliche Therapie.

3TCM-Kräutertherapie
Leber-Qi greift den Magen an
Schmerz, Reflux und Aufstoßen, verstärkt durch Stress: das Leber-Qi regulieren und den Schmerz lindern.
Magen-Hitze
Brennen und saures Aufstoßen mit Durst: die Magen-Hitze klären.
Milz-/Magen-Schwäche
Dumpfer, wiederkehrender Schmerz mit Müdigkeit: die Milz stärken und den Magen harmonisieren.
4Ayurvedische Behandlung
Ansätze & Ernährung
Traditionell als gestörtes Agni mit aggraviertem Pitta bei Säure und Brennen verstanden. Individuelle Ernährung und Lebensstil, ausreichend Ruhe und Stressmanagement stehen im Vordergrund; Kräuter werden ärztlich geprüft.
5Physiotherapeutische Behandlung
Moderate Bewegung fördert Stressabbau und Allgemeinbefinden; sanftes Gehen, Zwerchfellatmung und Entspannung je nach Zustand. Bei starkem Schmerz oder Blutung ist keine Belastung angezeigt – zuerst ärztliche Abklärung.

Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.