Akutes Nierenversagen
Rasch einsetzende Verschlechterung der Nierenfunktion – ein medizinischer Notfall.
Definition

Beim akuten Nierenversagen verschlechtert sich die Nierenfunktion innerhalb von Stunden bis Tagen. Ursachen sind unter anderem Flüssigkeitsmangel, Kreislaufprobleme, Infektionen, nierenschädigende Medikamente oder ein Harnstau. Anzeichen können verminderte Urinmenge, Wassereinlagerungen, Übelkeit und zunehmende Schwäche sein.
Wichtig: Das akute Nierenversagen ist ein Notfall. Stark verminderte Urinausscheidung, ausgeprägte Schwäche, Luftnot oder Verwirrtheit erfordern eine sofortige ärztliche Behandlung, im Notfall den Notruf 112.
Behandlung
1Schulmedizinische Behandlung
Diagnose
Die Abklärung erfasst rasch die Nierenwerte und Elektrolyte im Blut, die Urinmenge und -zusammensetzung sowie die Ursache (z. B. Ultraschall zum Ausschluss eines Harnstaus, Überprüfung der Medikamente und des Flüssigkeitshaushalts).
Behandlung
Im Zentrum steht die Behandlung der Ursache: Ausgleich des Flüssigkeits- und Kreislaufhaushalts, Absetzen nierenschädigender Substanzen, Behandlung von Infektionen oder Entlastung eines Harnstaus. In schweren Fällen kann vorübergehend eine Dialyse nötig sein.
2Naturheilkundliche Behandlung
Beim akuten Nierenversagen haben naturheilkundliche Verfahren keinen Platz in der Akutbehandlung. In der Erholungsphase unterstützen eine ärztlich abgestimmte Ernährung und Flüssigkeitszufuhr die Regeneration; pflanzliche Mittel sind wegen möglicher Nierenbelastung strikt ärztlich zu prüfen.

3TCM-Kräutertherapie
Die TCM hat in der akuten Notfallsituation keinen Stellenwert. Erst in der Erholungsphase können begleitende, stärkende Verfahren unter ärztlicher Abstimmung erwogen werden.
4Ayurvedische Behandlung
In der Akutphase stehen ausschließlich medizinische Maßnahmen im Vordergrund. Ayurvedische Begleitung beschränkt sich auf die Erholungsphase mit leichter, ausgewogener Kost; Kräuterpräparate sind streng ärztlich zu prüfen.
5Physiotherapeutische Behandlung
In der Akutphase steht die intensivmedizinische bzw. stationäre Behandlung im Vordergrund. In der Erholung helfen frühzeitige Mobilisation und schrittweise gesteigerte Bewegung, Kraft und Ausdauer wiederaufzubauen.
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.