Blasensteine
Steine in der Harnblase, oft Folge einer gestörten Blasenentleerung.
Definition

Blasensteine bilden sich in der Harnblase, häufig wenn sich die Blase nicht vollständig entleert – etwa bei vergrößerter Prostata, neurologischen Blasenstörungen oder Dauerkathetern. Beschwerden sind unterbrochener Harnstrahl, Schmerzen, häufiger Harndrang und Blut im Urin; manche Steine bleiben symptomlos.
Behandlung
1Schulmedizinische Behandlung
Diagnose
Die Abklärung umfasst Urinuntersuchung, Ultraschall und meist eine Blasenspiegelung. Wichtig ist das Erkennen der zugrunde liegenden Ursache, insbesondere einer gestörten Blasenentleerung.
Behandlung
Blasensteine werden in der Regel endoskopisch zertrümmert und entfernt. Entscheidend ist die Behandlung der Ursache – etwa der vergrößerten Prostata oder der Entleerungsstörung –, um erneute Steinbildung zu verhindern.
2Naturheilkundliche Behandlung
Begleitend sind reichliches Trinken und eine vollständige, regelmäßige Blasenentleerung sinnvoll. Naturheilkundliche Maßnahmen ersetzen die Behandlung der zugrunde liegenden Entleerungsstörung nicht.

3TCM-Kräutertherapie
In der TCM werden Blasensteine feuchter Hitze und einer Schwäche der Blasen-Qi-Funktion zugeordnet. Akupunktur kann begleitend eingesetzt werden, ersetzt aber die Steinentfernung und Ursachenbehandlung nicht.
4Ayurvedische Behandlung
Ayurvedisch werden reichliche Flüssigkeit und eine ausgewogene Ernährung empfohlen. Kräuterpräparate sind ärztlich zu prüfen; die Ursache der gestörten Blasenentleerung muss medizinisch behandelt werden.
5Physiotherapeutische Behandlung
Wenn eine Entleerungsstörung beteiligt ist, kann eine Beckenboden- und Blasentherapie helfen, die Entleerung zu verbessern. Vermittelt werden entspannte Miktion und Techniken zur möglichst vollständigen Blasenentleerung.
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.