Vorhautverengung (Phimose)
Verengte Vorhaut, die sich nicht oder nur schwer über die Eichel zurückziehen lässt.
Definition

Bei der Phimose lässt sich die Vorhaut nicht oder nur schwer über die Eichel zurückstreifen. Bei kleinen Jungen ist eine nicht zurückziehbare Vorhaut häufig normal und löst sich meist mit den Jahren. Eine erworbene Verengung bei älteren Kindern und Erwachsenen kann zu Beschwerden beim Wasserlassen, Entzündungen oder Schmerzen führen.
Wichtig: Bleibt eine zurückgezogene Vorhaut hinter der Eichel eingeklemmt und schwillt an (Paraphimose), ist dies ein Notfall, der eine sofortige ärztliche Behandlung erfordert.
Behandlung
1Schulmedizinische Behandlung
Abklärung
Die Beurteilung erfolgt klinisch. Wichtig ist, altersentsprechend Normales von einer behandlungsbedürftigen Verengung und von Hautveränderungen (z. B. narbige Verengung) zu unterscheiden.
Behandlung
Bei Kindern wird oft zunächst eine kortisonhaltige Salbe mit vorsichtigen Dehnübungen versucht. Bleibt dies erfolglos oder bestehen wiederholte Entzündungen oder eine narbige Verengung, kommt eine Beschneidung oder ein vorhauterhaltender Eingriff infrage.
2Naturheilkundliche Behandlung
Eine sanfte, schmerzfreie Dehnung nach ärztlicher Anleitung und sorgfältige, aber nicht übertriebene Hygiene können unterstützen. Gewaltsames Zurückziehen ist zu vermeiden, da es Einrisse und Vernarbungen verursachen kann.
3TCM-Kräutertherapie
Die TCM kennt für die Vorhautverengung keine ursächliche Behandlung; begleitende Verfahren zielen allenfalls auf das Allgemeinbefinden. Die Behandlung erfolgt schulmedizinisch.
4Ayurvedische Behandlung
Ayurvedisch stehen allgemeine Hygiene- und Pflegeempfehlungen im Vordergrund. Eine ursächliche Behandlung der Verengung erfolgt medizinisch.
5Physiotherapeutische Behandlung
Physiotherapie hat bei der Phimose keine Rolle. Angeleitete, sanfte Dehnübungen werden ärztlich erklärt und zu Hause durchgeführt.
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.