ICD-10 · N41.9

Prostataentzündung (Prostatitis)

Entzündung oder Reizung der Prostata mit Schmerzen im Beckenbereich und Beschwerden beim Wasserlassen.

Definition

Prostataentzündung (Prostatitis)
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Die Prostatitis umfasst akute und chronische Formen. Die akute bakterielle Prostatitis verursacht Fieber, starkes Krankheitsgefühl und schmerzhaftes Wasserlassen. Häufiger ist das chronische Beckenschmerzsyndrom mit Schmerzen im Damm-, Unterbauch- oder Genitalbereich und Beschwerden beim Wasserlassen, oft ohne nachweisbare Bakterien.

Wichtig: Hohes Fieber, starke Schmerzen und ein deutlich reduzierter Allgemeinzustand können auf eine akute bakterielle Prostatitis mit Komplikationsgefahr hindeuten und erfordern eine rasche ärztliche Abklärung.

Behandlung

1Schulmedizinische Behandlung

Abklärung

Die Abklärung umfasst Anamnese, Tastuntersuchung, Urinuntersuchung und -kultur; bei der chronischen Form werden andere Ursachen ausgeschlossen. Fragebögen helfen, Schmerz- und Harnbeschwerden einzuordnen.

Behandlung

Die akute bakterielle Prostatitis wird gezielt und ausreichend lange mit Antibiotika behandelt. Das chronische Beckenschmerzsyndrom erfordert ein mehrstufiges Konzept aus Schmerztherapie, Entspannungs- und Physiotechniken, gegebenenfalls Medikamenten sowie Stressbewältigung.

2Naturheilkundliche Behandlung

Begleitend können Wärme (warme Sitzbäder), Entspannung, reichliches Trinken und Stressabbau Beschwerden lindern. Pflanzliche Präparate sind ärztlich zu prüfen. Bei bakterieller Entzündung ist die Antibiotikatherapie nicht ersetzbar.

Prostataentzündung (Prostatitis)
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3TCM-Kräutertherapie

In der TCM wird die Prostatitis je nach Form feuchter Hitze oder einer Stagnation im unteren Erwärmer zugeordnet. Akupunktur kann bei chronischen Beckenschmerzen begleitend zur Linderung beitragen.

4Ayurvedische Behandlung

Ayurvedisch werden eine kühlende, reizarme Ernährung, Stressausgleich und geregelte Routinen empfohlen. Kräuterpräparate sind ärztlich auf Eignung und Wechselwirkungen zu prüfen.

5Physiotherapeutische Behandlung

Beim chronischen Beckenschmerzsyndrom ist die Physiotherapie ein zentraler Baustein: Entspannung und Lösen des verspannten Beckenbodens, manuelle Techniken, Biofeedback sowie Haltungs- und Atemübungen können Schmerzen und Harnbeschwerden deutlich lindern.

Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.