Eiweiß im Urin (Proteinurie)
Vermehrte Eiweißausscheidung im Urin – ein wichtiger Hinweis auf Nierenerkrankungen.
Definition

Proteinurie bezeichnet eine über das Normale hinausgehende Ausscheidung von Eiweiß im Urin, oft an schäumendem Urin erkennbar. Sie ist meist ein Zeichen einer Nierenschädigung (z. B. bei Diabetes, Bluthochdruck oder Nierenentzündung), kann aber auch vorübergehend (z. B. bei Fieber, Anstrengung) auftreten.
Behandlung
1Schulmedizinische Behandlung
Abklärung
Zur Abklärung werden die Eiweißausscheidung genauer bestimmt (z. B. Albumin-Kreatinin-Quotient), Nierenwerte, Blutzucker und Blutdruck gemessen und ein wiederholter Nachweis geprüft. Je nach Befund erfolgt eine weiterführende nephrologische Diagnostik, gegebenenfalls eine Nierenbiopsie.
Behandlung
Im Vordergrund steht die Behandlung der Ursache sowie der Nierenschutz: konsequente Blutdruck- und Blutzuckereinstellung und nierenschützende Medikamente (z. B. ACE-Hemmer/AT1-Blocker, SGLT2-Hemmer), die auch die Eiweißausscheidung senken. Regelmäßige Verlaufskontrollen sind wichtig.
2Naturheilkundliche Behandlung
Begleitend sind salzbewusste Ernährung, Blutdruck- und Gewichtskontrolle sowie Rauchverzicht sinnvoll. Pflanzliche Mittel sind wegen möglicher Nierenbelastung und Wechselwirkungen streng ärztlich zu prüfen und ersetzen den Nierenschutz nicht.

3TCM-Kräutertherapie
Die TCM ordnet einen Eiweißverlust häufig einer Schwäche des Milz- und Nieren-Qi zu. Begleitende Verfahren können das Wohlbefinden unterstützen; Kräuter sind wegen der Nierenbelastung besonders sorgfältig ärztlich abzustimmen.
4Ayurvedische Behandlung
Ayurvedisch werden eine leichte, salzbewusste Ernährung und geregelte Routinen empfohlen. Kräuterpräparate sind mit großer Vorsicht und nur nach ärztlicher Prüfung anzuwenden.
5Physiotherapeutische Behandlung
Regelmäßige, moderate Bewegung unterstützt Blutdruck, Blutzucker und Gewicht und damit den Nierenschutz. Umfang und Intensität werden bei eingeschränkter Nierenfunktion mit dem Behandlungsteam abgestimmt.
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.